Schmuck im Ausland – worauf sollte man beim Kauf achten?

Im Urlaub sitzt der Geldbeutel oft lockerer und auch die Preise sind nicht selten sehr verlockend. Ob Markenprodukte oder individueller Schmuck, oft sind die Preise deutlich geringer, als in Deutschland. Die Gründe hierfür können sehr vielfältig sein. So entfällt in vielen Golfstaaten die Mehrwertsteuer auf Schmuck und weitere Produkte. In Dubai beispielweise wird der Preis eines Schmuckstücks nur nach seinem Gewicht bemessen, egal wie filigran oder schön es aussieht. Auch in Ländern mit großen Gold- oder Diamantenvorkommen sind die Preise für Schmuck meist geringer. Diamanten sind zum Beispiel in Indien besonders günstig.

Doch nicht immer handelt es sich um echten Schmuck. Die Versuchung Fälschungen zu verkaufen ist sehr groß und so kann man sich nur selten auf die Meinung von Händlern verlassen. Perlen werden beispielsweise sehr gerne gefälscht. Doch es gibt einige Tests, mit denen man schnell erkennen kann, ob eine Perle echt ist. Der wichtigste Hinweis ist der Glanz der Perlen, der auch Lüster genannt wird. Fällt Licht auf die Perlen, so zeigen sich verschiedene Übertöne, die von hellrosig bis hin zu bläulich, rötlich und silbern reichen können. Auch wirken Perlen recht schwer für ihre Größe, was sich aber an Ringen und Anhängern schwerer überprüfen lässt. Lose Perlen rollen meist auch nicht in einer geraden Linie, was daran liegt, dass nur die wenigsten Perlen perfekt rund sind. Auch hier kann man Fälschungen erkennen.

Gerne gefälscht werden auch Schmucksteine, wie Diamanten, Rubine und Saphire. Doch auch hier kann man mit wenigen Blicken erkennen, ob es sich um eine Fälschung handelt oder nicht. Diamanten, in Schmucksteinen meist in Form von Brillanten, haben eine besondere Eigenschaft. Durch den speziellen Schliff glitzern sie besonders stark unter Lichteinfall. Auch wird das Licht in verschiedenen Farben gebrochen. Egal von welchem Winkel die Brillanten betrachtet werden, sie glänzen sehr stark. Kristall oder Glasimitate hingegen glänzen kaum und wirken eher fade und unattraktiv. Bei Edelsteinfälschungen jeder Art lassen sich auch andere Kriterien heranziehen. So sind in den falschen Steinen oft kleine Bläschen erkennbar. Auch die Kanten der Fälschungen sind eher abgerundet, was an dem weicheren Material liegt. Bei echten Edelsteinen sind die Kanten scharf und klar.

Gefälscht wird aber auch Gold. Der einfachste Fälschungstrick besteht daraus, billiges Material zu vergolden. Doch auch hier kann man recht einfach Falschgold von echtem Gold unterscheiden. Reines Gold hat eine Dichte von 19,3 Gramm pro Kubikzentimeter. Zum Vergleich: Blei hat gerade einmal eine Dichte von 11,3 Gramm pro Kubikzentimeter. Gold fühlt sich also sehr schwer an. Gold mit 21 Karat hat zwar eine etwas geringere Dichte, ist aber dennoch sehr schwer. Fühlt sich das Goldstück unerwartet leicht an, so könnte es sich um eine Fälschung handeln. Besonders raffinierte Fälscher nutzen Metalle, wie Wolfram, die eine ähnliche Dichte aufweisen. Doch Gold ist darüber hinaus sehr weich, Wolfram dagegen extrem hart. Juweliere erkennen Goldfälschungen meist durch einen Säuretest, bei dem eine Goldprobe genommen wird und getestet wird.

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