E-Zigaretten – Ein neuer Trend?

Immer häufiger sieht man auf den Straßen hierzulande Passanten mit länglichen Metallstiften herumlaufen, die von Zeit zu Zeit eine gewaltige Wolke aus weißem Dampf ausatmen. Aber es ist nicht etwa Winter und extrem kalt. Es handelt sich um den Dunst einer E-Zigarette. Diese steht in direkter Konkurrenz zum klassischen Glimmstängel, der sich ja bei Politik, Gesundheitsorganisationen und einem großen Teil der Bevölkerung sehr unbeliebt gemacht hat. Doch wie steht es um die E-Zigarette, die für viele noch immer fremd und befremdlich wirkt. Ist sie nur ein weiterer Trend oder kann sie sich dauerhaft etablieren. Um das einschätzen zu können, muss man sich aber erst die Funktionsweise der E-Zigarette anschauen, die in ihrer heutigen Form in China entwickelt wurde, aber in den USA erfunden wurde. Die normale Zigarette ist leicht erklärt, denn sie besteht nur aus drei Komponenten. Tabak wird in eine Hülse gefüllt, an deren Mundstück ein Filter zu finden ist. Wird die Zigarette angezündet, so wird der giftige Dunst mit dem Nikotin eingeatmet. Bei der E-Zigarette ist das anders. Diese besteht aus einem Verdampfer, Vorratstank, Akku und dem Liquid. Das Liquid ist dabei auch der Träger des Nikotins, besteht im Wesentlichen aber aus Wasser. Im Verdampfer befindet sich ein Träger für das Liquid und ein Wedel zum Erhitzen, welcher über den Akku angetrieben wird. Trifft das Liquid nun auf den heißen Wedel, so kann der entstehende Dampf eingeatmet werden. Der größte Vorteil der E-Zigarette liegt dabei in der wesentlich geringeren Aufnahme von giftigen Stoffen. Denn neben Wasser und Nikotin ist im Liquid nicht viel mehr enthalten und schon gar nicht Teer und Blausäure. Ist die E-Zigarette jetzt also nur ein Trend oder steckt doch mehr dahinter? Angesichts der vielen Vorteile der E-Zigarette und der relativen schnellen Verbreitung, lässt sich schon lange nicht nur von einem Trend sprechen. Auf lange Sicht können die E-Zigaretten die Gesundheit der Raucher schonen und auch innerhalb der Gesellschaft weniger Schaden durch das Passivrauchen verursachen. Somit wird es weniger Krebspatienten geben, was auch für die Krankenkassen eine Entlastung sein wird. Nebenbei sind E-Zigaretten auch wesentlich günstiger im Unterhalt, weshalb sie für viele sehr attraktiv sind. Studien zeigen auch, dass Nutzer von E-Zigaretten wesentlich einfacher vom Nikotin wegkommen, als Nutzer herkömmlicher Zigaretten. Experimentelle Nachforschungen haben nämlich gezeigt, dass Nikotin nicht allein süchtig macht, sondern weitere Stoffe, die beim Verbrennen des Tabaks entstehen.